(Natalie Reiners) Als am Sonntagmorgen , dem 13.03.11, um kurz nach acht alle 6 Paddler den Verein gefunden hatten, stand schnell fest, dank Andre der sich schlau gemacht hatte, dass der eigentlich geplante Fluss nicht befahr war. Von uns wollte keiner das Risiko eingehen bei einem Pegelstand von 75 cm die Wurm zu befahren. Und so kam Tobias auf die „tolle“ Idee die Maas zu befahren, da diese dieses Jahr nicht geplant war. Auf alle anderen Vorschläge wurde nicht eingegangen, also stand fest, dass die Maas dran seien würde.
Nach einem mehr oder weniger diskussionsreichem Aufladen der Boote ging es dann auch los.
Erstes Ziel war die nächst beste Tankstelle, da Tobias feststellen musst, dass keiner von uns ein Karte der Niederlande und Belgien dabei hatte, was auch sehr wunderlich gewesen wäre. Die Fahrt an sich war sehr lustig, vor allem wenn man mit drei Männern alleine im Vereinsbus sitzt. Jörg und sein Sohn haben dies leider verpasst, da sie mit ihrem eigenem PKW hinterher gefahren sind, der dann an unserem Ziel stehen blieb.
Al s dann alle fertig waren und im Bus saßen ging es zu unserem Start. Wir alle, bis auf Tobias, waren sehr verwundert wie lange wir Fluss aufwärts gefahren sind. Beim Start landete mein Fuß direkt im Wasser, aber sonst kamen alle trocken in ihre Boote. Den Anfang hinterher fahrend, weil ich mit der Steueranlage nicht so gut klar kam, folgte dann eine Fahrt neben Tobias in eher langsamen Tempo. Unsere Vorkundschafter, Andre und Andreas, mussten (eig. Schon am Start) feststellen, dass die Umgebung nicht viel hergab. Die Bäume am Ufer waren mit Mülltüten aller Farben gesch,ückt und das Ufer selbst war so hoch, dass die Aussicht beschieden blieb.
Nach einer bis dahin ruhigen Fahrt, hörte ich nur ein „ Fahrt rechts!“ bekam von unserem 2er noch ein „Fahr grade“ und auf einmal war ich auch schon an unserem ersten Schwall angekommen, diesem folgte dann noch ein weiterer sonst verlief alles so wie vorher.
Nach einer gefühlten Ewigkeit des Schlamm schaufelns, machten wir kurz hinter der ersten Autobahnbrücke (von insgesamt zwei, zweite war unser Ziel) Pause. Mit Tee ausgerüstet ließ es sich aushalten und Andre fand, also ob es Schicksal wäre, noch einen Mars in seinem Kentersack. Nach einigen weiteren Erfindungen ging es weiter und diesmal gelang auch mich die Paddelbrücke.
Nach den ersten paar Metern kam dann auch schon der nächste Schwall gefolgt von weiteren, die insgesamt das Highlight der Strecke waren. Gefreut habe ich mich dann doch als ein „Gut gemacht!“ kam.
Einige langweilige Meter später kamen Tobias, Andre und Andreas auf die Idee ein „Floß“ zu bauen. Mit links das Nachbarboot festgehalten und mit rechts das Paddel hoch.
Irgendwann kam Andreas dann auf die Idee zu spekulieren nach welcher Kurve wir eigentlich da seien müssten. Bei den Kurven hat er sich verschätzt, doch den richtigen Kirchturm hat er erkannt und sich auch nicht (ganz) von Tobias aus der Ruhe bringen lassen.
Die letzten paar Meter legten Andreas, Tobias, Jörg und Marten nochmal einen Gang zu und kamen trocken an. Ich ließ mich nicht aus der Ruhe bringen und legte mich glatt mit meinem Bein, beim aussteigen, nochmal ins Wasser. Andreas, Andre und ich blieben dann bei den Booten, wobei die erst genannten, die Boote noch vor den kommenden Pferden retteten. Elvis, so wurde ein Pferd liebevoll getauft, hat uns noch Gesellschaft geleistet bis die anderen drei, mit einiger Verspätung!, wieder kamen.
Leicht geschafft wurden die Boote wieder Aufgeladen und es ging zurück zum Verein. Da angekommen wurden die Boote wieder abgeladen, Schwimmwesten, Paddel und Spritzdecken an ihren Ort zurückgebracht und somit ging eine gelungene, wenn auch etwas lange (35 km), Wanderfahrt auf der Maars, die eigentlich die Wurm seien sollte, zu Ende.







