(Petra Lütte) Am 29.05.2011 war es mal wieder so weit. Der alljährliche „Tag der offenen Tür“. Morgens um 8.00 dachte ich noch „ Na, wenn das mal gut geht!“ Dunkle Wolken und keine 30 Grad im Schatten! Aber der nette Mann im Radio versprach, dass im Laufe des Tages die Sonne kommen sollte. Ich wollte ihm mal glauben. Um 10.00 trafen sich alle Helfer um gemeinsam die Vorbereitungen zu treffen. Boote und Zubehör zur Bucht bringen, Tische aufstellen und für die Kinder hatten wir uns ein paar Spiele ausgedacht. Die Stände platzierten wir am Wegrand zu unserer Bucht.
Da gab es u. a. Torwandschießen, Dosenwerfen, eine Slackline (die uns dankenswerterweise von Daniel Peitscher zur Verfügung gestellt wurde), die obligatorische Mohrenkopfmaschine, die dank Erika Winkmann gut zum Einsatz kam und Kinderschminken.
Slackline ??? Ja, bis vor kurzem wusste ich auch noch nicht, was das ist. Aber die Erklärung kommt sofort. Es ist ein Gurt der zwischen zwei Bäume gespannt wird und zum balancieren genutzt wird. Man kann darauf sehr gut Gleichgewichtsübungen machen. Ich habe es ausprobiert. Mehr schlecht wie recht, aber die Kinder waren hell auf begeistert.
Am Bootshaus hatten wir auch ein Schachspiel aufgestellt. Was bei dem einen oder anderen älteren Vereinsmitglied ein bisschen die Erinnerung an damals weckte. Und auch dort wurde kräftig gespielt.
Der Wind spielte uns am Anfang einen kleinen Streich. Besonders beim Dosenwerfen war es gut, den richtigen Zeitpunkt zum Werfen abzuwarten, da die Dosen freundlicherweise meistens schon im Vorfeld durch den heftigen Wind umfielen. Ich glaube, ich war nicht die einzige, die den netten Mann im Radio gehört hatte, denn es dauerte ein klein bisschen, bis die ersten Gäste eintrafen, Aber dann gab es kein halten mehr. Es ist immer wieder schön in glänzende Kinderaugen zu schauen. Und die gab es reichlich!
Anna Czernia begeisterte die Kinder, und sogar ein paar Jugendliche aus unserem Verein, mit ihrer Schminktechnik. An dieser Stelle einen ganz lieben Dank für ihre Ausdauer und Ruhe.
Peter Winkmann brachte die Kinder vor Begeisterung zum Hüpfen mit seiner Hüpfburg. Und manch Erwachsener wurde beim Stelzenlaufen wieder an seine Kindheit erinnert.
Als Belohnung für ihre Ausdauer bei den Spielen hatten wir für die KLEINEN und GROSSEN eine Schatztruhe mit Süßigkeiten und Überraschungen parat.
Auch in unserer Bucht war richtig was los. Das Probepaddeln wurde von klein und groß super angenommen. Da wir eine Vielzahl an Helfern auf dem Wasser hatten, konnten auch die ganz ungeübten nach Lust und Laune paddeln. Gegen Mittag war dann auch die letzte Wolke verschwunden und es war ein herrlicher Sommertag.
Für's leibliche Wohl war auch gesorgt. Bei Grillfleisch, leckerem Salat und kühlen Getränken wurden alte und neue Kontakte geknüpft. Nach Beendigung des Besucherpaddelns und dem Aufräumen hatten alle Helfer noch einmal Zeit bei einem kühlen Getränk den Tag Revue passieren zu lassen.
Ich glaube, dass wir durch dieses Fest und vor allem durch unsere ungezwungene freundliche Atmosphäre (die mich selbst vor einem Jahr zum Mitglied machte) viele Besucher neugierig gemacht haben. Dank sag ich auch hier noch einmal an alle Helfer, auch an unsere jugendlichen Mitglieder, die uns tatkräftig unterstützt haben.
Und nun zu meinem persönlichen Highlight.
Vor ein paar Wochen fand mein Freund Jan und ich eine Flaschenpost in unserer Bucht. Sie war von Lilly , 4 Jahre ! Die stolz in dem Brief erzählte, dass sie das erste mal alleine mit dem Fahrrad von Meerbusch zum Rhein gefahren war. Natürlich konnte ich diesen Brief nicht unbeantwortet lassen. Ich schrieb ihr ein paar Zeilen zurück und legte noch einen Aufkleber vom KSK und ein Handzettel für das Besucherpaddeln bei. Ich schrieb ihr, dass ich mich wahnsinnig freuen würde, sie persönlich am 29. 5. kennenzulernen. Und tatsächlich kam Lilly mit ihrem Bruder Lasse und den Eltern vorbei. Ihre Eltern erzählten mir, dass sie ganz stolz auf den Brief von mir sei und er nun in ihrer Schatztruhe liege. Sie hatte für mich extra ein Bild gemalt und ihr schönstes Kleidchen angezogen.
Ehrlich gesagt, war ich hin und weg von der kleinen Maus. Und sehr gerührt.
Ich kann nur sagen, dieser „Tag der offenen Tür“ war für mich wunderschön!
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